Weinproduktion erholt sich 2025 leicht

Die weltweite Weinproduktion legte 2025 zu. In der EU stellt Italien am meisten Wein her, gefolgt von Frankreich und Spanien. Deutschland liegt 14 Prozent unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt.
Fast kein Herbstmarkt oder Weinfest kommt ohne Federweißer aus. (Archivfoto)
Fast kein Herbstmarkt oder Weinfest kommt ohne Federweißer aus.Foto: Uwe Anspach/dpa
Epoch Times12. November 2025

Nach der schlechten Ernte im Vorjahr ist die weltweite Weinproduktion 2025 wieder auf Erholungskurs.

Nach dem „außergewöhnlich niedrigen Volumen“ 2024 zeige sich in diesem Jahr eine „leichte Erholung“, teilte die Internationale Organisation für Rebe und Wein mit. Allerdings sei die Produktion weiterhin unterdurchschnittlich, bedingt durch klimatische Veränderungen und sich wandelnde Konsummuster.

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Italien ist in der EU der größte Weinproduzent

Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht der Organisation, der eine erste Prognose für 2025 enthält, werden in diesem Jahr weltweit rund 232 Millionen Hektoliter Wein produziert.

Das entspricht zwar einem Anstieg von rund drei Prozent gegenüber der Ernte von 2024, als die Produktion auf das niedrigste Niveau seit 1961 abgesackt war, liegt aber noch immer sieben Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Die Europäische Union, auf die 60 Prozent der weltweiten Weinproduktion entfallen, ist dem Jahresbericht zufolge weiterhin mit „starken klimatischen Schwankungen“ konfrontiert, wobei Italien auch 2025 der weltweit größte Weinproduzent mit 47,3 Millionen Hektolitern bleibt.

Es folgen Frankreich (35,9 Millionen Hektoliter) und Spanien (29,4 Millionen Hektoliter). Für Deutschland werden für dieses Jahr 7,3 Millionen Hektoliter erwartet, was demnach 14 Prozent unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt liegt.

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USA, Südafrika, Australien, Neuseeland und Brasilien

In den USA, dem weltweit viertgrößten Produzenten, gibt es laut der Organisation 2025 nur eine „teilweise Erholung“ gegenüber den Vorjahreswerten. Auf der Südhalbkugel erwarten die Fachleute für dieses Jahr Verbesserungen in Südafrika, Australien, Neuseeland und Brasilien, was demnach einen deutlichen Rückgang in Chile ausgleichen kann, wo die Produktion zuletzt unter Hitzewellen, unregelmäßigen Niederschlägen und Dürren litt.

„Wir dürfen nicht vergessen, dass es Menschen und Regionen gibt, die unter diesen klimatischen Folgen leiden“, sagte der Rebe und Wein-Generaldirektor John Barker der Nachrichtenagentur AFP.

Global betrachtet sei es aus Sicht der Weinproduzenten indes nicht nur negativ, dass sich das weltweite Angebot an die zuletzt gesunkene Nachfrage nach Wein angleiche. Dies könne zu stärkeren Exportpreisen beitragen. (afp/red)



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