Ägypten, Katar und Türkei beraten über zweite Phase von US-Plan für Gazastreifen
Die Nahost-Vermittler Ägypten, Katar und Türkei haben sich am Dienstag zu Beratungen über die zweite Phase des US-Friedensplans für den Gazastreifen in Kairo getroffen. An dem Treffen in der ägyptischen Hauptstadt nahmen die Geheimdienstchefs Ägyptens und der Türkei teil, wie der Sender Al-Kahera News berichtete. Aus Katar war demnach Regierungschef Mohammed bin Abdulrahman al-Thani angereist.
Der Sender berichtete, dass die Delegationen über die Zusammenarbeit mit den USA beraten hätten, „um die erfolgreiche Umsetzung der zweiten Phase des Waffenruhe-Abkommens“ zwischen Israel und der islamistischen Hamas sicherzustellen. Neben den USA fungieren alle drei Länder sowohl als Vermittler als auch als Sicherheitsgaranten für das Abkommen.
Das Abkommen war im Oktober in Kraft getreten – mehr als zwei Jahre nach dem Hamas-Überfall auf Israel und dem Beginn des dadurch ausgelösten Gaza-Kriegs. Israel und die Hamas werfen sich immer wieder Verstöße dagegen vor.
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Waffenruhe verstärken
Laut Al-Kahera News ging es bei dem Treffen um die „Überwindung von Hindernissen und die Begrenzung von Verstößen, um die Waffenruhe aufrechtzuerhalten“. Die Vermittler einigten sich demnach darauf, „die Koordinierung und Zusammenarbeit“ mit dem von den USA und ihren Verbündeten im Süden Israels eingerichteten Zentrum zur Überwachung der Waffenruhe zu verstärken.
Die Gespräche fanden zwei Tage nach dem Treffen einer hochrangigen Hamas-Delegation mit dem ägyptischen Geheimdienstchef Hassan Raschad in Kairo statt, bei dem es ebenfalls um die zweite Phase der Waffenruhe ging.
Diese Phase betrifft die Einrichtung einer Übergangsverwaltung und die Schaffung einer internationalen Stabilisierungstruppe für den Gazastreifen. Voraussetzung dafür ist allerdings die Entwaffnung der Hamas – eine der Schlüsselforderungen des Trump-Plans, der zuletzt durch eine UN-Resolution gestützt wurde. Die Hamas lehnt ihre Entwaffnung strikt ab.(afp/red)
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