Iran verurteilt Tötung von Hisbollah-Militärchef durch Israel

Die israelische Armee hat den Militärchef der Hisbollah am 23. November getötet. Der Iran verurteilt die Aktion. Insgesamt kamen fünf Menschen ums Leben.
Mitglieder des libanesischen Zivilschutzes untersuchen Schäden in getroffener Wohnung in südlichem Vorort von Beirut.
Mitglieder des libanesischen Zivilschutzes untersuchen die Schäden in einer getroffenen Wohnung in einem südlichen Vorort von Beirut.Foto: Bilal Hussein/AP/dpa
Epoch Times24. November 2025

Der Iran hat die Tötung von Hisbollah-Militärchef Haytham Ali Tabatabai durch Israel verurteilt.

Die „feige Ermordung“ Tabatabais durch die israelische Armee sei eine „eklatante Verletzung“ der Waffenruhe vom November 2024, erklärte das iranische Außenministerium am Montag. Zudem stelle die Tötung eine „brutale Verletzung der nationalen libanesischen Souveränität“ dar, hieß es weiter.

Mehrere Menschen starben bei dem Luftangriff

Die israelische Armee hatte den Militärchef der mit dem Iran verbündeten libanesischen Miliz am 23. November getötet. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei dem Angriff insgesamt fünf Menschen getötet und 28 weitere verletzt.

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Die Hisbollah erklärte, neben Tabatabai seien drei weitere Kämpfer der Miliz bei dem Luftangriff getötet worden. Der Militärchef ist der ranghöchste Hisbollah-Vertreter, der seit Beginn der Waffenruhe vor einem Jahr einem israelischen Angriff zum Opfer fiel.

Der israelischen Regierung zufolge war Tabatabai für den Wiederaufbau und die Wiederbewaffnung der Organisation verantwortlich.

Seit Beginn der Waffenruhe im Gazastreifen am 10. Oktober habe die islamistische Palästinenserorganisation Hamas nicht aufgehört, dagegen zu verstoßen, „und wir handeln entsprechend“, erklärte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

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Seit November 2024 gilt eine Waffenruhe mit der Hisbollah. Beide Seiten werfen sich jedoch gegenseitig immer wieder Verstöße gegen die Feuerpause vor. Zuletzt hatte Israel am 5. Juni den Süden Beiruts angegriffen.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun rief die internationale Gemeinschaft am Sonntag auf, „ernsthaft und mit Nachdruck einzugreifen, um die Angriffe auf den Libanon durch Israel zu beenden“. Er betonte, dass der Libanon sich seinerseits an den Waffenstillstand halte. (afp/red)



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