Philippinen: Tausende demonstrieren gegen Korruption beim Hochwasserschutz

Ein Korruptionsskandal im Bausektor hat in der philippinischen Hauptstadt Manila heftige Proteste ausgelöst. Demonstranten fordern Gefängnisstrafen für Dutzende Beamte, Abgeordnete und Bauunternehmer.
Ein Auto steht während eines starken Regens mit Überschwemmungen in Quezon City im tiefen Wasser.
Hochwasser auf den Philippinen: Ein Auto steht während eines starken Regens in Quezon City im Wasser. Die Stadt befindet sich nordöstlich der Hauptstadt Manila.Foto: Rouelle Umali/XinHua/dpa
Epoch Times30. November 2025

In der philippinischen Hauptstadt Manila haben am Sonntag tausende Menschen gegen Korruption bei Projekten im Hochwasserschutz demonstriert.

Die Proteste richteten sich gegen einen Korruptionsskandal, in dem es um mehrere Milliarden Dollar geht und in den zahlreiche hochrangige Politiker und Bauunternehmer verwickelt sind.

In dem südostasiatischen Land waren in den vergangenen Monaten ganze Dörfer von Hochwasser überschwemmt worden.

Tausende protestierten am 30. November in der philippinischen Hauptstadt. Foto: Ted Aljibe/AFP via Getty Images

Die Demonstranten fordern Gefängnisstrafen für Dutzende Beamte, Abgeordnete und Bauunternehmer, denen vorgeworfen wird, Milliarden Steuergelder in die eigene Tasche gesteckt zu haben.

Acht Mitarbeiter des Ministeriums festgenommen

Vor wenigen Tagen waren die ersten Festnahmen im Zusammenhang mit dem Skandal bekannt gegeben worden: acht Mitarbeiter des Ministeriums für öffentliche Arbeiten und Straßenbau. Die Regierung kündigte daraufhin an: „Bald kommen große Fische.“

Mervin Toquero vom Nationalen Kirchenrat der Philippinen sagte, er glaube nicht, dass lediglich niedrigrangige Beamte in den Betrug verwickelt waren.

„Es ist unmöglich, dass diese Korruption ohne das Wissen der höheren Beamten stattgefunden hat“, sagte der 54-Jährige. Auch sie müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

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Die Philippinen blicken auf eine lange Geschichte von Skandalen mit öffentlichen Geldern zurück. Hochrangige Politiker, die der Korruption für schuldig befunden wurden, entgehen in der Regel einer Haftstrafe. (afp/ks)



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