Ryanair: 20 Prozent mehr Gewinn dank teurerer Tickets

Die irische Fluggesellschaft Ryanair verzeichnet im zweiten Quartal ihres Geschäftsjahres einen deutlich höheren Gewinn: 1,72 Milliarden Euro mehr. Der Grund sind deutlich höhere Ticketpreise. Im Winterflugplan wurden Flüge in „teuren und nicht wettbewerbsfähigen Märkten wie Deutschland, Österreich und regionale Verbindungen in Spanien“ gestrichen.
Ryanair macht sich an deutschen Flughäfen rar.
Ryanair macht sich an deutschen Flughäfen rar.Foto: Georg Wendt/dpa
Epoch Times3. November 2025

Die irische Billig-Airline Ryanair hat im zweiten Quartal ihres Geschäftsjahres einen deutlich höheren Gewinn verzeichnet.

1,72 Milliarden Euro in den Monaten von Juli bis September bedeuteten einen Anstieg um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen mitteilte. Grund waren spürbar höhere Ticketpreise.

Die Airline hatte im vergangenen Jahr seine Preise deutlich senken müssen, um seine Flugzeuge zu füllen. Ryanair habe jedoch „den Rückgang der Flugpreise um sieben Prozent im zweiten Quartal des letzten Jahres vollständig wieder wettgemacht“, erklärte Airline-Chef Michael O’Leary.

Noch besseres erstes Quartal: 42 Prozent höherer Gewinn

Im ersten Quartal seines Geschäftsjahres war das Plus bei Ryanair noch deutlicher ausgefallen. Die Preise stiegen so über das erste Halbjahr gesehen um 13 Prozent, was einen Gewinnanstieg um 42 Prozent auf 2,54 Milliarden Euro brachte. Ein weiterer Grund für das gute Ergebnis waren die späteren Osterferien, die im Vorjahr nicht in das erste Quartal gefallen waren.

Vom 12. November an akzeptiert die Billigfluggesellschaft nur noch digitale Boardingpässe. Fluggäste müssen über die Smartphone-App des Unternehmens für ihren Flug einchecken und den darin generierten Boardingpass am Flughafen vorzeigen.

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Das Unternehmen erwartet für das laufende Jahr einen stärkeren Anstieg der Passagierzahlen als ursprünglich prognostiziert. Dabei helfe, dass der Flugzeugbauer Boeing neue Flugzeuge schneller liefern könne als vorgesehen, erklärte Ryanair. Im vergangenen Jahr hatten Lieferprobleme des US-Herstellers das Geschäft der Airline geschmälert.

Teure Anflugregionen werden vermieden

Das irische Unternehmen hatte in den vergangenen Monaten Druck auf die Regierungen mehrerer Länder ausgeübt, Steuern und Abgaben für den Flugverkehr zu senken.

O’Leary erklärte nun, dass er für den Winterflugplan „Regionen und Flughäfen bevorzugt habe, die die Flugsteuern senken und das Verkehrswachstum fördern, wie Schweden, die Slowakei, Italien, Albanien und Marokko“.

Gestrichen würden hingegen Verbindungen in „teuren und nicht wettbewerbsfähigen Märkten wie Deutschland, Österreich und regionale Verbindungen in Spanien“. (afp/red)



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