5,3 Millionen Menschen haben zu wenig Geld zum Heizen – Erdgas wieder teurer
5,3 Millionen Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr nach eigener Einschätzung nicht genug Geld gehabt, um ihre Wohnung angemessen zu heizen. Damit ist der Anteil auf 6,3 Prozent der Bevölkerung zurückgegangen, wie das Statistische Bundesamt auf der Grundlage des Mikrozensus berichtet. 2023 hatte der Anteil noch 8,2 Prozent betragen.
Deutschland liegt damit unter dem EU-Schnitt, wo im vergangenen Jahr 9,2 Prozent von finanziellen Problemen beim Heizen berichteten.
Am häufigsten war das in Griechenland und Bulgarien mit jeweils 19,0 Prozent der Fall. Deutlich geringere Anteile gab es in Finnland (2,7 Prozent) sowie in Slowenien und Polen (je 3,3 Prozent).
Hintergrund sind die stark gestiegenen Preise für Energie. Sie legten in diesem Zeitraum um 50,3 Prozent zu und stiegen damit deutlich schneller als die allgemeinen Verbraucherpreise (+19,3 Prozent).
Preise für Haushaltsenergie: Erdgas und leichtes Heizöl teurer
Zum Start der Heizsaison in Deutschland sind die Preise für Haushaltsenergie im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht gesunken. Für Strom, Gas und andere Brennstoffe mussten Verbraucher im September 1,9 Prozent weniger zahlen als im selben Monat des vergangenen Jahres, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Der am weitesten verbreitete Energieträger Erdgas verteuerte sich um 0,7 Prozent. Auch beim leichten Heizöl verzeichnete das Statistikamt einen schwachen Preisanstieg um 0,1 Prozent – erstmals wieder seit Juli 2024. Fernwärme war um 2,2 Prozent günstiger.
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Für Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe zahlten Verbraucher 1,8 Prozent weniger, Strom wurde um 1,6 Prozent billiger.
Von 2020 bis 2024 waren die Preise für Haushaltsenergie den Angaben nach um 50,3 Prozent geklettert. Die Verbraucherpreise insgesamt hatten im selben Zeitraum deutlich weniger stark um 19,3 Prozent zugenommen.
Im Langfristvergleich schossen vor allem die Preise für leichtes Heizöl (99,3 Prozent) und Erdgas (89,9 Prozent) in die Höhe. Die Strompreise stiegen mit 27,4 Prozent am wenigsten. (dpa/afp/ks)
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