Airline-Verband: Warnen seit 10 Jahren vor Drohnengefahr

Immer wieder werden Drohnen an Flughäfen gesichtet. Der Chef des deutschen Airline-Verbands ist über die Zögerlichkeit der Politik verärgert und hat schlechte Nachrichten für Passagiere.
Airline-Verband fordert rigoroses Vorgehen gegen Drohnen. (Archivbild)
Airline-Verband fordert rigoroses Vorgehen gegen Drohnen. (Archivbild)Foto: Marijan Murat/dpa
Epoch Times11. Oktober 2025

Angesichts der Bedrohung durch Drohnen an Flughäfen fordern Deutschlands Fluggesellschaften schon länger ein konsequentes Handeln der Politik.

„Bei einer Bedrohungslage müssen Drohnen abgeschossen werden können“, sagte Peter Gerber, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften (BDF), den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es müsse dringend geklärt werden, wer in einer Bedrohungslage verantwortlich ist.

„Es ärgert mich, dass erst jetzt die Dringlichkeit bei den Drohnen gesehen wird“, sagte Gerber, der auch Chef der Fluggesellschaft Condor ist. „Wir weisen auf die Problematik seit zehn Jahren hin.“

Wegen immer weiterer Vorfälle mit Drohnen an Flughäfen will die Bundesregierung ihre Drohnenabwehr verbessern. Noch in diesem Jahr sollen die Spezialeinheiten der Bundespolizei um eine Drohnenabwehreinheit ergänzt werden.

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Auch ein geplantes Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern soll noch 2025 in Betrieb gehen. Beides kündigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Mittwoch an.

Ticketpreise werden laut Gerber steigen

Gerber sagte, Detektion und Abwehr der Drohnen seien hoheitliche Aufgaben der Gefahren- und Terrorabwehr, für die der Staat aufkommen müsse. „An den zivilen Flughäfen muss die Bundespolizei die Befugnis haben, Drohnen zu stoppen – und sie im Bedarfsfall auch abzuschießen.“

Für Airlines werde das Drohnenproblem schnell teuer. „Eine Stunde Unterbrechung bedeutet immer einen Millionenschaden.“

Nach der Entwicklung der Ticketpreise gefragt sagte Gerber, günstiger würden sie definitiv nicht. „Wahrscheinlich werden die Preise weiter steigen, weil auch die staatlichen Standortkosten steigen.“ (dpa/red)



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