Studie: Mietkosten nach Umzug deutlich höher – vor allem in Städten

Die finanzielle Belastung für Mieter droht laut dem Eigentümerverbandes Haus & Grund bei einem Umzug deutlich zu steigen – vor allem in städtischen Gebieten. Dies verstärke einen „Lock-in-Effekt“, kritisierte der Verband.
Titelbild
Mietwohnungen in Berlin-Moabit.Foto: tupungato/iStock
Epoch Times6. November 2025

Die finanzielle Belastung für Mieter droht einer Studie zufolge bei einem Umzug deutlich zu steigen – vor allem in städtischen Gebieten.

Während die Bestandsmieten in Deutschland „moderat“ ausfielen, seien die Angebotsmieten bei Neuvermietungen „signifikant höher“, heißt es in einer aktuellen Erhebung des Eigentümerverbandes Haus & Grund. Dies verringere „die Umzugsmobilität vieler Haushalte“ und verstärke einen „Lock-in-Effekt“.

Der Eigentümerverband fordert politische Maßnahmen, die das Wohnungsangebot stärken. Instrumente wie die Mietpreisbremse oder Kappungsgrenzen wirkten nur begrenzt und könnten Probleme wie den Lock-in-Effekt noch verschärfen, indem sie die Mobilität dämpften und die Investitionsbereitschaft minderten, kritisierte Haus & Grund.

[etd-related posts=“5286194,5292316″]

Nötig seien zudem angesichts drastisch gestiegener Neben- und insbesondere Energiekosten „gezielte Entlastungsmaßnahmen“ für die Haushalte.

Mit einem Umzug steigt die Miete

Das Verbleiben in bestehenden Mietverhältnissen trotz veränderter Lebensumstände wird demnach durch eine erhebliche Lücke zwischen Bestands- und Angebotsmieten verfestigt. So wenden Familien für die Miete im Bestand der Studie zufolge rund 14,2 Prozent ihres Einkommens auf und Alleinlebende etwa 19,6 Prozent.

Nach einem Umzug steigt die Belastung jedoch an: Familien zahlen im Schnitt dann 19,4 Prozent ihres Einkommens für die neu angemietete Wohnung und Alleinlebende 26,3 Prozent.

Miete frisst 10 bis 40 Prozent des Einkommens

Dabei gibt es innerhalb Deutschlands große Unterschiede, wie aus der Studie „Bezahlbarkeit von Mieten 2025“ hervorgeht, für die der Eigentümerverband die Entwicklung von Einkommen und Mieten verglich und für 400 Regionen die Mietkostenbelastung von Familien und Alleinlebenden untersuchte.

Beobachtet wurde demnach vor allem ein Stadt-Land-Gefälle. So betrage die Mietbelastung für Familien in einigen ländlichen Regionen weniger als 10 Prozent des Haushaltseinkommens.

In Großstädten erreiche die Mietbelastung nach einem Umzug dagegen durchschnittlich rund 25 Prozent – bei Alleinlebenden in München, Berlin oder Offenbach am Main sogar über 40 Prozent. (afp/red)



Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion