Angst vor Jobverlust: Krankenstand bei Großunternehmen sinkt

Die Angst vor einem Jobverlust führt dazu, dass Beschäftigte von großen Konzernen sich weniger krankschreiben lassen. Das besagt eine Umfrage unter den deutschen DAX-40-Konzernen und den größten Familienunternehmen.
Unter anderem beim Arztbesuch wird das «Sie» häufig weiterhin gepflegt. (Symbolbild)
Der Krankenstand in großen deutschen Unternehmen sinkt.Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Epoch Times29. November 2025

Der Krankenstand in großen deutschen Unternehmen sinkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage unter den DAX-40-Konzernen und den größten Familienunternehmen in Deutschland, die das „Handelsblatt“ veröffentlicht.

Rund die Hälfte der DAX-Unternehmen und der zwanzig größten Familienunternehmen hat sich an der Erhebung beteiligt. Von den DAX-Unternehmen gibt wiederum rund die Hälfte an, dass der Krankenstand im ersten Dreivierteljahr „leicht gesunken“ sei.

Die andere Hälfte meldet einen „unveränderten“ Krankenstand. 2024 hatten noch 50 Prozent der an der Umfrage beteiligten DAX-Unternehmen angegeben, dass der Krankenstand „leicht gestiegen“ sei.

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Aus Angst weniger Krankschreibungen

Ein Erklärungsansatz liegt in der aktuellen wirtschaftlichen Situation in Deutschland. Das dritte Jahr der Rezession wirkt sich auf die Krankmeldungen aus.

Es sei seit vielen Jahrzehnten zu beobachten, „dass der Krankenstand mit der konjunkturellen Lage korreliert“, sagt Volker Nürnberg.

Er leitet bei der Unternehmensberatung Bearingpoint den Gesundheitsbereich. „Die Angst vor Arbeitsplatzverlust führt dazu, dass Mitarbeiter sich weniger krankschreiben lassen“, sagt er dem „Handelsblatt“. (dts/ks)



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