Lindhorst in Angst: Bewaffneter verschanzt sich in Wohnhaus – Spezialkräfte greifen ein
In Kürze:
- Angespannte Stunden in Lindhorst nach Schüssen aus einem Wohnhaus
- SEK beendet stundenlange Lage und nimmt 43-Jährigen fest
- Polizei hebt Warnung für die Bevölkerung in der Nacht wieder auf
- Motiv und Hintergründe weiterhin unklar
Bange Stunden haben die Bürger der 4.000-Seelen-Gemeinde Lindhorst nahe Stadthagen im Landkreis Schaumburg am Donnerstagabend, 20.11., erlebt. In den Abendstunden hatten Anwohner die Polizei alarmiert, weil ein 43-Jähriger aus einem Haus Schüsse abgegeben haben soll. Der Mann soll sich mit einer scharf geladenen Waffe in seinem Wohnhaus am Erfurter Weg verschanzt haben.
Stundenlange Verunsicherung bei Bürgern in Lindhorst
Einem Bericht der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg zufolge seien die Sicherheitskräfte um 18:40 Uhr über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt worden. Die offenbar mit dem Tatverdächtigen zusammenlebende Mutter des Mannes hatte sich in Hausschuhen aus dem Anwesen entfernen können, schrieb „Bild“.
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In der Folge sperrten die Einsatzkräfte das Gebiet weiträumig ab. Die Polizei setzte Spezialkräfte von der Lage in Kenntnis und gab um etwa 20:00 Uhr eine Warnmeldung an die Bevölkerung heraus. Darin hieß es, Anwohner würden dringend gebeten, in ihren Wohnungen und Häusern zu bleiben und sich nicht außerhalb von Gebäuden aufzuhalten.
Weitere Informationen kommunizierten die Einsatzkräfte bis auf Weiteres nicht. Die Situation sorgte auch zeitnah für Resonanz in den sozialen Medien:
Ihr Lieben, weiß einer was gerade in #Lindhorst passiert?? Habe eine Freundin dort und die ist total verängstigt. Es sollen Schüsse gefallen sein und die Polizei hat die ganze Stadt abgeriegelt. Finde keine Infos und mache mir große Sorgen 😟
— Fantasy Fan 🇩🇪 (@GeekGirl33) November 20, 2025
Tatverdächtiger in der Psychiatrie – noch keine Erkenntnisse zu Motiv und Hintergründen
„Bild“ zufolge hat der 43-Jährige auch beim Eintreffen der Beamten Schüsse abgegeben. Wie der NDR später unter Berufung auf Polizeikreise meldete, gelang es gegen 23:00 Uhr einem Sondereinsatzkommando (SEK), sich Zutritt zu dem Haus zu verschaffen.
Die Spezialkräfte konnten den Mann festnehmen. Dieser hatte sich bei dem Einsatz aus nicht näher ausgeführten Gründen Verletzungen zugezogen. Der Rettungsdienst behandelte ihn. Anschließend überführten ihn die Einsatzkräfte laut Polizeisprecher in eine psychiatrische Fachklinik.
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Über ein Motiv für das Vorgehen des 43-Jährigen hat sich die Polizei noch nicht geäußert. Auch gibt es noch keine Angaben darüber, ob der Mann bereits zuvor in einer relevanten Weise auffällig geworden sei oder wie er an die Schusswaffe gelangt sei. Mittlerweile ist die polizeiliche Warnung aufgehoben. Eine Gefahr für die Allgemeinheit besteht nicht mehr.
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