Sturzfluten in Texas: Held der Küstenwache rettet über 160 Menschen

Nach den verheerenden Sturzfluten im Zentralraum von Texas am Wochenende ist noch nicht endgültig klar, wie viele Personen noch vermisst werden. Neben den Teilnehmern des Camp Mystic, eines christlichen Mädchenlagers am Guadelupe River, finden sich um diese Jahreszeit zahlreiche Camper in der Region ein, darunter auch eine Vielzahl an Wildcampern. Derzeit gehen die Behörden von 161 Vermissten aus.
Erste Meldung über Sturzfluten in Texas am 4. Juli
Unterdessen feiern die USA den 26-jährigen Rettungsschwimmer Scott Ruskan von der Küstenwache. Während seines Einsatzes seit der Entsendung seines Rettungsteams am Freitag, 4. Juli, war Ruskan an der Rettung von mehr als 160 Menschen beteiligt. Heimatschutzministerin Kristi Noem sprach von 165. Die meisten davon waren Teilnehmer des Mädchencamps.
Noem bezeichnete Scott Ruskan, der als einziger Triage-Koordinator vor Ort war, als „amerikanischen Helden“. Auf X äußerte sie, sein „selbstloser Mut verkörpert den Geist und die Mission“ der US-Küstenwache (USCG). Es sei der erste Rettungseinsatz seiner Karriere gewesen.
United States Coast Guard Rescue Swimmer and Petty Officer Scott Ruskin, directly saved an astonishing 165 victims in the devastating flooding in central Texas.
This was the first rescue mission of his career and he was the only triage coordinator at the scene.
Scott Ruskin is…
— Secretary Kristi Noem (@Sec_Noem) July 6, 2025
Die Coast Guard Air Station in Corpus Christi hatte am 4. Juli um 5:57 Uhr Ortszeit einen Bericht über zunehmende Überschwemmungen in der Nähe von Kerrville, Texas, erhalten. Ruskan schilderte gegenüber „Good Morning America“, durch das Hochwasser konnte man fast 200 Menschen, hauptsächlich Kinder, erst verspätet retten.
Schnelle Entscheidungen erforderlich – Nationalgarde kam mit Hubschraubern
Als einziger Ersthelfer sei er mit einer Situation konfrontiert gewesen, in der er schnelle Entscheidungen treffen musste:
Ich hatte also etwa 200, hauptsächlich Kinder, alle verängstigt. Ihnen war kalt und sie hatten wahrscheinlich den schlimmsten Tag ihres Lebens.“
Er musste eine Reihenfolge der Rettungsabläufe bestimmen, die Kinder auf ein höheres Sicherheitslevel bringen und sie anschließend nach und nach aus der Überschwemmungszone holen.
Hubschrauber der Nationalgarde der U.S. Army hätten während der Rettungsaktion die Bogenschieß- und Fußballfelder des Lagers als Landezonen nutzen müssen. Ruskan sagte, er sei „so etwas wie die Hauptperson, wenn es darum ging, Menschen anzupacken“, gewesen. Er habe diese in Gruppen von jeweils zehn bis 15 Personen zusammengefasst.
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In all diesen Gruppen habe er darauf geachtet, mindestens einen Erwachsenen oder ein älteres Kind dabeizuhaben. Einer Erklärung der USCG zufolge hatte Ruskan bei der Evakuierung von insgesamt 230 Menschen geholfen.
Gouverneur von Texas schließt weitere Opfer nicht aus
Der Rettungsschwimmer habe während der Rettungsmission auch medizinische Hilfe geleistet, erklärte die Küstenwache. Er selbst äußerte in einer Stellungnahme:
Die wahren Helden waren meiner Meinung nach die Kinder vor Ort. Sie hatten mit einigen der schlimmsten Zeiten ihres Lebens zu kämpfen, und sie blieben stark, und das hat mich dazu inspiriert, ihnen zu helfen.“
Bei den Überschwemmungen starben den Organisatoren von Camp Mystic zufolge 27 Teilnehmer und Betreuer. Immer noch stehe man mit lokalen und staatlichen Behörden in Kontakt, um die Suche nach weiteren Vermissten zu koordinieren.
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Derzeit gehen die Behörden in Texas von insgesamt 100 Todesopfern infolge der Sturzfluten aus. Während einer Pressekonferenz äußerte Gouverneur Greg Abbott, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Zahl der Toten und Vermissten infolge der Wildcamper noch steigen werde. Dem Sheriff von Kerr County, Larry Leitha, zufolge seien nach wie vor Hunderte Ersthelfer in den überfluteten Gebieten rund um den Guadalupe River im Einsatz. Einsatzkräfte von County, Bundesstaat und Bund arbeiteten Hand in Hand.
Texas ist regelmäßig von schweren Überschwemmungen betroffen – zuletzt 2015 und 2017. Die diesjährige Katastrophe wird bereits jetzt als eines der schwersten Naturereignisse der jüngeren US-Geschichte gewertet.
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