Wegen weltweiter Turbulenzen: Island geht nicht auf Walfang

Wegen der weltweiten Wirtschaftsturbulenzen wird in Island der Walfang in diesem Jahr Medienberichten zufolge erneut ausfallen. Die Mitarbeiter des einzigen Walfangunternehmens Hvalur seien darüber bereits informiert worden, berichtete am Samstag der Sender RUV auf seiner Website.
Hvalur-Chef Kristjan Loftsson wurde mit der Aussage zitiert, dass sein Unternehmen „keine andere Möglichkeit sieht, als am Kai zu bleiben und auf bessere Zeiten zu warten“.
Auch 2024 fand kein Walfang statt
„Die Situation wird im kommenden Jahr erneut überprüft“, sagte Loftsson den Angaben zufolge weiter. Bereits im vergangenen Jahr war Hvalur nicht auf Waljagd gegangen. Das Unternehmen betreibt Islands einziges aktives Walfangschiff.
In Island haben Fisch- und Walfang über Jahrhunderte eine große Rolle gespielt. In den vergangen zwei Jahrzehnten hat für den Inselstaat aber der Tourismus an Bedeutung gewonnen, wozu auch Touren zur Walbeobachtung beitragen.
Da Japan, der größte Markt für Walfleisch, den kommerziellen Walfang 2019 nach 30 Jahren Pause wieder aufnahm, ist die Nachfrage nach Walfleisch-Importen aus Island drastisch zurückgegangen.
Neben Island und Japan erlaubt nur noch Norwegen den Fang von Walen, der von Tierschützern kritisiert wird.
Die Absage der diesjährigen Saison in Island werde „unzähligen Walen Leid und Tod ersparen“, erklärte Wendy Higgins von der Tierschutzorganisation Humane World for Animals. (afp/red)
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