Erwägungen für Migrationsquote an Schulen stoßen auf Kritik

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) erwägt Einführung einer Migrationsquote an Grundschulen - SPD und Linke lehnen ab.
Kitas sind Ländersache. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) ist gegen pauschale Lösungen. (Archivbild)
Bundesfamilienministerin Karin Prien (Archivbild)Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Epoch Times4. Juli 2025

Erwägungen von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) für eine Migrationsquote an Grundschulen stoßen in der SPD auf Ablehnung. „Die Einführung von Migrationsquoten, Obergrenzen oder vergleichbare Modelle lehne ich kategorisch ab“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bundestag, Jasmina Hostert.

„Gute Bildung und Integration gelingt durch gezielte Förderung, nicht durch Ausgrenzung“, betonte sie im Berliner „Tagesspiegel“.

„Dafür müssen wir Kitas und Schulen stärken und nicht Kinder nach unsinnigen Kriterien aufteilen wollen“, verlangte Hostert weiter. Vielmehr müssten Kinder „ganz unabhängig von ihrem Hintergrund Unterstützung in Schulen bekommen“.

Probleme an den Schulen ließen sich „nur lösen, wenn wir alle Kinder und auch Familien ausreichend fördern“, sagte auch die Linken-Bildungsexpertin Nicole Gohlke der Zeitung „Die Welt“.

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„Die Forderung nach einer pauschalen Obergrenze löst da gar nichts und übertüncht nur das politische Versagen“, fügte sie hinzu.

Migrationsquoten: Nur eines von mehreren möglichen Modellen

Das Bildungsministerium widersprach der Darstellung, Prien habe Migrationsquoten vorgeschlagen. Vielmehr habe die Ministerin lediglich auf eine diesbezügliche Frage hin solche Quoten als „eines von mehreren denkbaren Modellen“ bezeichnet, sagte eine Sprecherin.

Hintergrund ist ein Interview von Prien mit dem TV-Sender Welt vom Donnerstag. Darin hatte die Bildungsministerin vor allem auf hinreichende Deutschkenntnisse aller Schüler zum Zeitpunkt der Einschulung gedrängt.

Dafür müssten „alle Kinder frühzeitig getestet, diagnostiziert werden“, sagte Prien. Wenn erforderlich, müsse es „verpflichtende Sprachfördermaßnahmen“ geben. (afp/red)



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