Asthma: Die ungewöhnliche Heilung eines Arztes aus Taiwan

Von der Notaufnahme zur dauerhaften Beschwerdefreiheit. Ein persönlicher Bericht.
Titelbild
Dr. Lin Wei Yu berichtet über seinen Weg von einem kränklichen Kind zu dauerhafter Gesundheit.Foto: NTD
Von 24. November 2025

Als Kind drehte sich das Leben von Dr. Lin Wei Yu um Krankenhausbesuche, Notaufnahmen und Inhalatoren. Er wurde in Taiwan in einer Familie mit einer Vorgeschichte schwerer Allergien geboren und litt, solange er sich erinnern konnte, an Asthma.

Lin erzählte in der Podcastsendung „The Stories of Life“ der chinesischen Ausgabe von NTD, einem Schwestermedium der Epoch Times, von seinem Weg vom kranken Kind zu dauerhafter Gesundheit.

„Wenn ich einen Asthmaanfall hatte, brachten mich meine Eltern sofort ins Krankenhaus zur Notfallbehandlung“, berichtete Lin. „Ich inhalierte Bronchodilatatoren und trug eine Sauerstoffmaske.“

Die Krankheit prägte fast jeden Aspekt seiner Kindheit. Er erinnert sich, dass er manchmal die ganze Nacht sitzen musste, weil er im Liegen nicht atmen konnte, dass er Taschentücher mit zur Schule nahm, um mit seiner ständig laufenden Nase fertigzuwerden, und dass er mit 18 Jahren vom Wehrdienst in Taiwan befreit wurde, nachdem er die ärztliche Untersuchung nicht bestanden hatte.

Trotz der unerbittlichen Strapazen inspirierte Lins Leidensweg seinen beruflichen Werdegang. Er studierte Pharmazie an der Kaohsiung Medical University in Taiwan, entschlossen, nach einem Heilmittel zu suchen. „Ich fragte mich einfach, ob es ein Medikament gibt, das diese Krankheit lindern oder behandeln kann, und entschied mich daher für Pharmakologie“, sagte er. Nach seinem Doktorat in Pharmazie und jahrelanger Forschung hatte Lin jedoch keinen Durchbruch.

Zu diesem Zeitpunkt fand sich Lin, der sich in Pharmakologie gut auskannte, damit ab, mit Asthma zu leben. Da es keine anderen Optionen gab, war er bereit, für den Rest seines Lebens mit seiner Erkrankung zu leben.

„Derzeit können wir in der Medizin bei Krankheiten wie Asthma nur Linderung verschaffen“, erklärte er. „Es ist jedoch immer noch nicht möglich, das Auftreten der Krankheit vollständig zu verhindern.“

Ein Wendepunkt

Gerade als sich Lin damit abgefunden hatte, sein Leben lang mit dieser Krankheit leben zu müssen, sollte eine scheinbar banale Einladung alles verändern.

Mit 25 Jahren steckte er mitten im Doktoratsstudium, als ein Kommilitone ihn völlig unvermittelt zu einer neuntägigen Vorlesungsreihe über Qigong einlud. Der Terminkalender war voll, die Skepsis groß. Lin sagte dennoch zu, wenn auch nur halbherzig. Die ersten acht Tage ließ er verstreichen. Erst am allerletzten Tag schleppte er sich getrieben von einem schlechten Gewissen und dem gegebenen Versprechen hin – gerade noch rechtzeitig für die letzten 30 Minuten.

„Ich hörte einen Mann mittleren Alters über etwas sprechen, das mit Qigong zu tun hatte. Was genau er sagte, hatte ich vergessen“, berichtete er. „Aber als ich am nächsten Morgen aufwachte, stellte ich fest, dass meine Nase völlig frei war. Das Atmen ging unglaublich leicht. Es war ein angenehmes Gefühl, das ich noch nie zuvor erlebt hatte. Bis zum nächsten Morgen zu schlafen, war wirklich angenehm.“

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Diese letzten 30 Minuten sollten sein Leben für immer verändern. Was er dort erlebte, war Falun Gong, auch Falun Dafa genannt, eine spirituelle Praxis, die langsame, meditative Übungen mit einer moralischen Lehre verbindet, die auf den drei Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht beruht.

Fasziniert suchte Lin nach weiteren Informationen, erwarb ein Exemplar von „Zhuan Falun“, dem Haupttext von Falun Gong, und begann, ernsthaft zu praktizieren.

Von diesem Zeitpunkt an kehrte sein Asthma nie wieder zurück. Mehr als zwei Jahrzehnte lang nahm Lin keine Medikamente mehr ein. „Mein IgE-Index [Labortest zur Diagnose von Allergien] sank von dem 20-Fachen des Normalwertes auf ein normales Niveau, aber ich nahm keine Medikamente mehr ein und unterzog mich keiner Behandlung“, sagte er.

Dr. Lin Wei Yu praktiziert Falun Gong mit einer Gruppe. Foto: NTD

Über die körperliche Heilung hinaus

Mit der Zeit erkannte Lin, dass es bei Falun Gong nicht nur um Gesundheit, sondern auch um spirituelle Selbstveredelung geht. Er fand heraus, dass die Zahl der Menschen, die Falun Gong praktizieren und bei guter Gesundheit sind, sehr hoch ist und dass viele Menschen mit unheilbaren Krankheiten durch das Praktizieren von Falun Gong geheilt wurden.

Als Apotheker erkennt Lin daher die Grenzen der modernen Medizin. Er betonte, dass die Humanwissenschaften bedeutende Durchbrüche erzielen könnten, wenn Wissenschaftler diese übernatürlichen Phänomene aus einer objektiven Perspektive betrachten und untersuchen würden.

„Die heutige empirische Wissenschaft beschäftigt sich fast ausschließlich damit, warum Menschen krank werden“, sagte Lin. „Sie fragt kaum danach, warum Menschen gesund bleiben können. Objektiv betrachtet könnte die systematische Untersuchung von Falun-Gong-Praktizierenden und der Frage, weshalb sie über derart außergewöhnliche Immun- und Abwehrkräfte verfügen, einen wichtigen Beitrag für die Wissenschaft darstellen.“

Lin vergleicht seine Heilung mit Rutherfords Entdeckung des Atomkerns: „Damals prallte bei den Experimenten etwa nur eines von 2.000 Heliumteilchen direkt auf den Kern und wurde reflektiert. Nur dieser seltene Treffer machte den Atomkern überhaupt sichtbar. Genauso ist es bei den Millionen Asthmatikern. Ich bin vermutlich dieses eine Teilchen unter Tausenden, das ohne jede Medikation vollständig gesund geworden ist. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist verschwindend gering.“

Ein gesunder Geist und ein gesunder Körper

Heute ist Lin nicht nur gesund, sondern auch sehr dankbar. Die entscheidende Erkenntnis, die er aus der Praxis von Falun Gong gewonnen hat, besteht für ihn darin, dass körperliche Gesundheit und die eigene Geisteshaltung untrennbar miteinander verbunden sind.

„Menschen, die häufig wütend oder aufgebracht sind, entwickeln oft Bluthochdruck und können diesen nur schwer kontrollieren“, erklärt er. „Als Falun-Gong-Praktizierende bemühen wir uns bewusst darum, stets einen ruhigen und friedvollen Geist zu bewahren und anderen Menschen sowie den Dingen um uns herum mit Freundlichkeit und Nachsicht zu begegnen. Dadurch bleiben die Emotionen stabil und ausgeglichen – ein Zustand, der sich nachweislich positiv auf die gesamte körperliche und seelische Gesundheit auswirkt.“

Rückblickend – vom chronisch kranken Kind mit schwerem Asthma zum Arzt, der seit über zwei Jahrzehnten beschwerdefrei und ohne Medikamente lebt – hofft Lin, dass seine Erfahrung auch anderen Betroffenen Mut und Orientierung geben kann.

„Man hört oft den Satz: Gesundheit ist das höchste Gut“, sagt er. „Ohne Gesundheit ist alles andere bedeutungslos. Meine eigene Geschichte hat mir gezeigt, wie wahr diese Aussage ist.“

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Zuerst erschienen auf theepochtimes.com unter dem Titel „From Chronic Asthma to Vitality: How Dr. Lin Found Healing Beyond Medicine“. (deutsche Bearbeitung kr)



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