Forscher warnen: Ultraverarbeitete Lebensmittel können Darmkrebsrisiko bei Jüngeren erhöhen

Fertigpizza, Softdrinks und Chicken-Nuggets stehen unter Verdacht. Wer viel davon isst, entwickelt laut einer Langzeitstudie deutlich häufiger Darmpolypen, die als Vorstufe von Darmkrebs gelten.
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Darmkrebs galt lange als Alterskrankheit. Nun zeigt eine Langzeitstudie: Besonders junge Menschen sind durch ihre Ernährung gefährdet.Foto: BeritK/iStock
Von 23. November 2025

Eine neue Studie hat ergeben, dass ultraverarbeitete Lebensmittel (englisch „ultra-processed food“, kurz UPF) mit einem Anstieg von Darmkrebserkrankungen bei jungen Menschen weltweit in Verbindung stehen könnten.

Die erste Studie dieser Art, die über einen Zeitraum von 24 Jahren durchgeführt wurde, ergab, dass junge Menschen, die große Mengen ultraverarbeiteter Lebensmittel konsumierten, häufiger mit Adenomen und Darmpolypen diagnostiziert wurden, die in weiterer Folge zu Darmkrebs führen können, so das Ergebnis der Studie, die am 13. November in der Fachzeitschrift „JAMA Oncology“ veröffentlicht wurde.

Die Studie begleitete 29.105 weibliche Krankenschwestern unter 50 Jahren vom 1. Juni 1991 bis zum 1. Juni 2015.

„Unsere Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer Reduzierung der Aufnahme ultraverarbeiteter Lebensmittel als Strategie zur Minderung der steigenden Belastung durch früh auftretenden Darmkrebs“, schrieb der leitende Autor und Gastroenterologe Dr. Andrew Chan.

Chan definierte ultraverarbeitete Lebensmittel als „verzehrfertige Lebensmittel, die oft einen hohen Gehalt an Zucker, Salz, gesättigten Fettsäuren und Zusatzstoffen aufweisen“.

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Merkmale bei jungen Menschen mit Darmkrebsdiagnose

Darmkrebs ist in der Regel eine Erkrankung, die mit Menschen über 50 in Verbindung gebracht wird, aber laut der US-amerikanischen Mayo Clinic wird bei immer mehr jungen Menschen weltweit früh auftretender Darmkrebs diagnostiziert.

„Bei etwa 20 Prozent der Menschen mit früh auftretendem Darmkrebs ist eine genetische Erkrankung die zugrunde liegende Ursache. Die meisten Menschen, bei denen früh auftretender Darmkrebs diagnostiziert wird, haben jedoch keine solche Erkrankung“, berichtete die Mayo Clinic.

Die Ärzte haben festgestellt, dass viele junge Menschen, bei denen früh auftretender Darmkrebs diagnostiziert wird, einige gemeinsame Merkmale aufweisen: Sie haben in der Regel eine geringere Vielfalt an guten Darmbakterien, haben in jungen Jahren häufig Antibiotika eingenommen, konsumieren häufig zuckerhaltige Getränke und verarbeitete Lebensmittel und verbringen viel Zeit sitzend am Schreibtisch oder vor dem Fernseher.

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel „Ultraprocessed Foods Linked to Increased Risk of Precancerous Colorectal Tumors: Study“. (deutsche Bearbeitung kr)



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